Die besten Rallye-Autos

Während in der Formel 1 stets im Kreis gefahren wird, bietet der Rallye-Sport Fans und Laien immer wieder spektakuläre Bilder. Das Faszinierende: Rallye-Autos können nicht nur mindestens genauso laut brummen wie die Highspeed-Boliden in der Formel 1, im Rallye-Sport ist auch wesentlich mehr Action drin – angefangen bei den Pisten. Im Gegensatz zur Formel 1 werden Rallyes nicht auf Asphalt ausgetragen, sondern zumeist auf Offroad-Strecken (meist Sand- oder Waldwege). Besonders imponierend: Mit Geschwindigkeiten von zum Teil über 200 km pro Stunde rauschen die Fahrzeuge oft nur haarscharf an Steinen, Felsen oder Bäumen vorbei. Besonders spektakulär, vor allem für Laien, ist das Einbiegen der Rallye-Fahrzeuge in Kurven, das meist eine Vollbremsung aus voller Geschwindigkeit heraus erfordert und zu den faszinierendsten Dingen dieses Sports gehört.

Wir wollen in dieser kurzen Übersicht einige legendäre Rallye-Fahrzeuge vorstellen, die in diesem Sport buchstäblich Geschichte geschrieben haben.

Opel Ascona 400 B

%d0%ba%d0%b592Der heckgetriebene Opel Ascona 400 der Baureihe B, der auch als Serien-PKW verkauft wurde, gehörte vor allem zu Beginn der 1980er Jahre zu den dominierenden Fahrzeugen im Rallye-Sport. In ihm gewann der deutsche Rallye-Fahrer Walter Röhrl 1982 einen von insgesamt zwei Weltmeistertiteln in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der Opel Ascona 400 B zeichnete sich nicht nur durch seinen Heckantrieb aus, sondern auch durch ein Gewicht von nur 900 kg bei 152 kW/206 PS Leistung. Er erreichte selbst auf Offroad-Pisten Geschwindigkeiten von über 200 km pro Stunde.

Apline A110

%d0%ba%d0%b593Zu den erfolgreichsten Rallye-Autos der 1970er Jahre zählt der Alpine A110 des französischen Autoherstellers Alpine. Dieser gewann beispielsweise 1973 gleich sechs Rennen der rallye-Weltmeisterschaft, darunter die prestigeträchtige Rallye Monte Carlo. Bei einem Leergewicht von nur etwa 700 kg brachte es der Alpine A110 auf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 215 km pro Stunde. Zu verdanken hatte er das dem 129 kW und 175 PS starken Motor und einer Länge von nur 3,85 m.

Lancia Integrale/Stratos HF und Delta

%d0%ba%d0%b594Mit den Modellen Integrale Stratos HF und Delta ging der italienische Autobauer Lancia knapp zwei Jahrzehnte lang auf Titeljagd in der World Rallye Championship (WRC). Legendär ist Sandro Munari, der von 1975 bis 1977 gleich dreimal in Folge die prestigereiche Rallye Monte Carlo gewann. Mit den Nachfolgemodellen der Reihe Delta (Delta S, Delta HF 4WD und Delta Integrale) dominierte Lancia zwischen 1986 und 1992 die Rallye-Weltmeisterschaft fast nach Belieben. Garant für den Erfolg war der schon im Delta S leistungsstarke 353-kW/480PS-Motor.

Audi Sport quattro S1

%d0%ba%d0%b595Der Audi Sport quattro S1 der Ingolstädter Autoherstellers Audi ist das wohl bekannteste Rallye-Auto aller Zeiten und unter Rallye-Fans eine wahre Legende. Der nur 2,22 Meter kurze Audi brachte es auf sagenhafte 350 kW/476 PS, die durch ein Ladeluft-Umluftsystem schätzungsweise sogar auf 370 kW/500 PS gesteigert werden konnten. Nicht ganz zufällig konnte „der Kurze“, wie er liebevoll genannt wird, bei einem Gewicht von 1.090 Kilogramm in nur 3,1 Sekunden von Null auf 100 km pro Stunde beschleunigen. Spitzengeschwindigkeiten von über 200 km pro Stunde waren beim Audi Sport quattro S1, der beim Herunterbremsen buchstäblich Feuer aus dem Auspuff spuckte, alles andere als eine Seltenheit. Laut dem deutschen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war der Audi Sport quattro S1 kein normales Rennauto. Wer, so Wöhrl, den quattro S1 unter dem Hintern fühle, habe zum letzten Mal in seinem Leben etwas gefühlt. Dieses Auto habe nichts mit Beschleunigung zu tun – eher sei das Fahren im Audi quattro S1 wie ein Ritt auf einem Feuerball.