Rallycross: Alois Höller „zerlegte“ seinen Ford Focus bei Rennen in Tschechien
SEDLCANY. Statt der erhofften Punkte für die Staatsmeisterschaft musste der oberösterreichische Rallycrosser Alois Höller vom heutigen Rennen im tschechischen Sedlcany einen arg ramponierten Ford Focus T16 4x4 mit nach Hause nehmen: Ein satter Abflug im Finale bescherte dem Mühlviertler ein schwer beschädigtes Auto.
Der finale Crash war der negative Höhepunkt eines verkorksten Wochenendes, das mit einem Getriebeschaden und einem Unfall im Training begann. Nachdem sich im ersten Vorlauf mit einem Sieg das Blatt zu wenden schien, blieb Höller im zweiten Heat das Rennpech treu: Ein tschechischer Gegner knallte ihm gleich beim Start in den Ford Focus, der mit einer ausgerissenen Tür und zahlreichen weiteren Blessuren nur mit Mühe für das Finale fit gemacht werden konnte.
In diesem wurde der Routinier Opfer des gefürchteten tschechischen Staubes:
„Vor mir ist ein Unfall passiert, ich hab im dichten Staub im letzten Moment die hektisch geschwenkten gelben Flaggen gesehen und bin instinktiv ausgewichen. Durch den Staub bin ich ein bisschen zu weit raus gekommen und voll in die Leitschiene geknallt“, schildert Höller seinen Abflug. Diesen überstand er im Gegensatz zu seinem Boliden unbeschadet: „Auch wenn der Einschlag heftig war: Mir geht’s gut, ich bin völlig unverletzt. Dafür ist das Auto vorne ziemlich kaputt – das zu reparieren wird nicht nur viel Arbeit, sondern auch richtig teuer“ – so der Ford-Pilot.
Bernhard Haudum
Presseservice/27.6.2010