Harald Kleinhappl

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Katastrophales Wochenende für Höller in Polen

Die unzähligen Überstunden der letzten Woche wurden nicht belohnt. Mit Null Punkten in der Tasche traten wir die 13-stündige Heimreise an. Durch die Abwesenheit der Polnischen Division 1 Piloten gab es für die gewerteten Fahrer in der Staatsmeisterschaft nur halbe Punkte.

  

 

Nachdem unser Motor eine Woche vor dem Rennen am Prüfstand in die Luft ging, entschieden wir alles Mögliche zu versuchen, um den Focus doch noch rennfertig zu bekommen. Die Umbauarbeiten am Lancia wären letztendlich nicht ziel führend gewesen. Nach etlichen Nachtschichten lief der Motor am Mittwoch darauf wieder. Die letzten Einstellungen wurden einen Tag vor der Abreise getätigt und wir waren zuversichtlich wertvolle Punkte für die Staatsmeisterschaft mit nach Hause nehmen zu können. Doch es kam anders.

Im freien Training riss eine Benzinleitung und der Focus ging in Flammen auf. Durch die Wucht der Explosition drang das Feuer ins Cockpit ein und Alois hatte alle Hände voll zu tun um schleunigst aus dem Auto zu kommen. Nach Begutachtung des Schadens sahen wir noch eine kleine Chance, den verkohlten Boliden für den ersten Quali-Lauf fit zu bekommen. Provisorisch wechselten wir die durchgeschmorten Leitungen und diverse Teile im Motorraum. Grundsätzlich waren wir bereit um am ersten Vorlauf teilnehmen zu können, jedoch kam Alois ca. 20 Sekunden zu spät zum Vorstart und der Lauf wurde ohne ihn gestartet...Unser Streichresultat.

Video vom Brand gibts hier > KLICK

In einer weiteren Nachtschicht wurde der Focus dann wieder auf Vordermann gebracht und einer Teilnahme am weiteren Renngeschehen stand nichts mehr im Weg. Den zweiten Qualifikationslauf beendete Alois knapp hinter Ramler und Harsanyi auf Rang drei.

Da die erste Startreihe im Finale schon für Harsanyi und Ramler fixiert war, hieß es für uns im dritten Lauf auf Sicherheit zu fahren und durchzukommen. In der zweiten Runde brach ein Radgelenk und Alois versuchte sich in langsamer Fahrt ins Ziel zu schleppen. In der letzten Kurve vor der Zieldurchfahrt kam von hinten ein etwas verwirrter litauischer Ford Puma-Pilot angerast und sah eine Lücke wo keine war. Frontal rammte er den Focus von der Seite, welcher darauf abstarb und sich nicht mehr starten ließ. 10 Meter vor der Ziellinie! Somit hatten wir keine zwei Quali-Läufe in der Wertung und konnten unsere Sachen packen. 

Mit dem Verlust wertvoller Punkte und großem Schaden am Auto endete für uns das Wochenende in Polen. Die Chancen auf die Staatsmeisterschaft sind eigentlich nur mehr theoretisch.

Text: © D. Höller